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Biogetreidemarkt: Wie war die Ernte bei Hafer, Dinkel und Co.?
Marktüberblick zur Bio-Getreideernte 2025 bei Hafer, Dinkel, Weizen, Roggen, Ackerbohnen, Lupinen und Umstellungsware.
Sich immer wieder neu erfinden
Drei Betriebsporträts aus Nordfriesland, Ostholstein und der Lüneburger Heide zeigen, wie Bioackerbau-Betriebe ihre Geschäftsmodelle immer wieder grundlegend umgebaut haben – vom Komplettumstieg auf Sommerungen über Kleegras für Biogas bis zu überbetrieblichen Nährstoff-Kooperationen. Berater Gustav Alvermann zieht daraus die Lehre, dass dauerhafter Erfolg eine Kultur der permanenten Anpassung voraussetzt.
Kein großer Wachstumsmarkt
Conrad Thimm beleuchtet die ungleiche Marktstellung von Biorind- und Bioschweinefleisch: Während extensives Grünland das Angebot an Biorindern wachsen lässt, bremsen knappe Bioferkel, der Strukturwandel der Schlacht- und Zerlegebranche und veränderte Verzehrgewohnheiten den Markt. Sein Fazit für Biofleisch fällt insgesamt verhalten aus.
Ein zentrales Standbein
Conrad Thimm analysiert die Bio-Legehennenhaltung als zentrales Standbein der Biokreislaufwirtschaft – vom Bioeiermarkt über »Bruderhähne« und regionale Hotspots wie Weser-Ems bis zum Kreislauf aus Biofuttergetreide und Hühnertrockenkot. Ein Gastkasten von Gustav Alvermann erklärt, warum der Bioackerbau ohne Tierhaltung kaum auskommt.
Angebotsvielfalt ist der Schlüssel
Stefan Rother gibt einen Marktausblick für die Biomilch entlang der Ökolieferketten: Trotz starker Preisschwankungen – mit einem Hoch von bis zu 66 Ct/kg im Jahr 2022 – bleibt der Biomilchmarktanteil bei rund 4,5 % begrenzt. Der Beitrag beschreibt den Strukturwandel bei den Molkereien, den Orientierungspreis von Bioland und Naturland, die Bedeutung stabiler Wertschöpfungsketten und Regionalität sowie Klimabilanz, verändertes Verbraucherverhalten und die wachsende Konkurrenz durch Pflanzendrinks.
Wie lässt sich der Bioanteil ausbauen?
Conrad Thimm beschreibt, warum mehr Ökofläche allein den Biomarkt nicht stabil ausbaut: Entscheidend sind passende Lieferketten, Absatzkanäle und produktbezogene Marktchancen. Der Beitrag ordnet Bioanteile von Brot, Milch, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und Eiern ein und zeigt, wo Handel, Bündler und Erzeuger gemeinsam Wachstum ermöglichen können.
Extensives Grünland und Sonderkulturen …
Conrad Thimm porträtiert den Ökolandbau in Rheinland-Pfalz und im Saarland, wo extensives Mutterkuh-Grünland den Flächenanteil dominiert, die Wertschöpfung aber bei Gemüse, Obst und Wein liegt. Er beleuchtet regionale Bioflächenanteile, den personalintensiven Pfälzer Biogemüsebau und den »Sonderfall« Bioweinbau mit seinem Kupferproblem.
Im Zentrum der Ökowelt
Gustav Alvermann analysiert, warum Hessen beim Bioflächenanteil bundesweit auf Platz zwei steht: Ausgedehnte Grünlandregionen, gemischte Betriebsstrukturen und moderate Pachten wiegen schwerer als Öko-Feldtage, Uni Witzenhausen und politische Ziele. Zwei LLH-Betriebsporträts zeigen die zwei grundverschiedenen hessischen Wege – extensives Grünlandmodell und intensiver Marktfruchtbau.
30 % taugen nur für Sonntagsreden
Gustav Alvermann bilanziert die Serie »Öko regional« und zeigt, warum sich der Ökolandbau in Norddeutschland je nach Pachtpreis, Standort und Förderkulisse höchst unterschiedlich entwickelt und das politische 30-%-Ziel auf dem Acker meist Wunschdenken bleibt. Er argumentiert, dass nicht die Politik, sondern die realen unternehmerischen Chancen vor Ort über den Flächenanteil entscheiden.